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Euregioverlag - Kassel & Region, Kunst & Kultur
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Landgrebe, Angela
Künstler-Nekropole Kassel
Karl Oskar Blase, Heinrich Brummack, Ugo Dossi, Blalla W. Hallmann, Rune Mields, Werner Ruhnau, Fritz Schwegler und Timm Ulrichs



Umfang: 48 S. mit tollen Farbfotos und Erläuterungen, broschiert



euregioverlag 2004

ISBN: 978-3-933617-18-7



Ein ganz besonderer Wander-Kunst-Führer: tauglich für den Spaziergang, mit den wesentlichen Angaben zur Idee der Nekropole, zu den einzelnen Künstlern und zu ihren Arbeiten im Kasseler Habichtswald, mit ein paar qualitätsvollen Abbildungen.

Preis: 12.80 €
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Rezensionen
„Das habe ich mir schon lange gewünscht, um es zu verschenken oder auch selbst zu benutzen: keinen großformatigen, opulenten Bildband über die Künstler- Nekropole, sondern ein schmales Bändchen, tauglich für den Spaziergang, d. h. nicht größer als eine Brieftasche, mit einer Karte, die das Aufsuchen der Nekropole und der einzelnen Monumente erleichtert, mit den wesentlichen Angaben zur Idee der Nekropole, zu den einzelnen Künstlern und zu ihren Arbeiten im Kasseler Habichtswald, mit ein paar qualitätsvollen Abbildungen, die der Erinnerung aufhelfen und Lust zum Wiederkommen machen. Plan und Anfahrtsbeschreibung sind auch für Auswärtige hinreichend genau, die knappen Angaben zu den Künstlern und ihren Objekten sind zuverlässig zusammengetragen.“

(Friedhof und Denkmal, Zeitschrift für Sepulkralkultur, 1/2005)



„Der mit farbigen Kunst-Fotografien, feinsinnigen Werkbeschreibungen und Kurzbiografien ausgestattete Band ist ein ganz besonderer Wander-Kunst-Führer: Diese Kunstausstellung ist immer geöffnet.“
Mehr Infos
Die Künstler-Nekropole im Kasseler Habichtswald nahe dem Bergpark Wilhelmshöhe liefert neue Impulse für die Friedhofskultur. Hier realisieren Künstler/innen von „documenta-Rang“ bereits zu Lebzeiten ihr eigenes Grabmal. Diese Kunstwerke sind frei zugänglich und stehen mitten im Wald, nur locker verbunden durch einen Weg rund um den Blauen See. Initiator dieser einzigartigen ‚kleinen documenta’ ist der 1997 verstorbene Kasseler Kunstprofessor Harry Kramer. Sein Traum scheint in Erfüllung zu gehen: Einen Ort im Wald zu schaffen, an dem Monumente des Todes der Kunst im öffentlichen Raum eine neue Bedeutung geben.

Diese Edition möchte Ihr Interesse an einem Besuch der Nekropole wecken. Ein solcher Spaziergang ist zugleich eine Begegnung mit moderner Kunst und kann ein Anlass sein, über die eigene Vergänglichkeit nachzudenken.

Inhalt
Vorwort 5

Fritz Schwengler: EN 6355 8

Werner Ruhnau: Spielraum 12

Timm Ulrichs: Timm Ulrichs auf der Unterseite der Erdoberfläche 16

Heinrich Brummack: Vogeltränke 20

Karls Oskar Blase: momentum 24

Blalla W. Hallmann: Abend - Treffen an der Lichtung - Harrys Abschied 28

Rune Mields: La vita corre come rivo fluente 32

Ugo Dossi: Denkort 36

Die Künstler-Nekropole Kassel 40

Anmerkungen 45

Literaturverzeichnis 45
Vorwort
Die Entdeckung der Künstler-Nekropole



Ahnungslos entdeckten mein Mann und ich auf einem gewöhnlichen Sonntagsspaziergang mitten im Habichtswald geheimnisvolle große Skulpturen.

Wie waren sie dorthin gekommen?



In Kassel fanden wir zunächst keinen, der Auskunft geben konnte. Durch weitere Nachforschungen stellten wir fest: Wir hatten einen von Kassels verborgenen Schätzen gefunden, die Künstler-Nekropole, einen von dem Objektkünstler und Professor an der Kasseler Kunsthochschule Harry Kramer initiierten Künstler-Friedhof.



Im Wald weitgehend verborgen wird es ausgewählten Künstler/innen von documenta-Rang ermöglicht, ihr Grabmal schon zu Lebzeiten zu gestalten.

Sie werden hier später auch wirklich bestattet. Sieben Grabmale bilden zur Zeit sozusagen eine kleine ständige "documenta".



Das vorliegende Buch soll Interesse an einem Waldspaziergang wecken, der zugleich eine Begegnung mit moderner Kunst im öffentlichen Raum ermöglicht.



Vielleicht sind diese besonderen Kunstwerke für den einen oder anderen Besucher auch ein Anlass, über die eigene Vergänglichkeit und den Sinn des Lebens nachzudenken.

Manch einer mag auch der Frage nachgehen, wie das eigene Grabmal als Quintessenz seines Lebens aussehen könnte.



Ich wünsche mir, dass dieser Wegbegleiter dazu beiträgt, Leser/innen wie Kulturinteressierte zu einem Besuch der Künstler-Nekropole anzuregen und diese einzigartige immer präsente "documenta" bekannter zu machen.



Kassel, 13. Mai 2004

Angela Landgrebe
Leseproben
„‚Ein Park der Künstlergrabmäler würde in seiner Kontinuität über Wechsel und Wandel der Auffassungen authentischer als Museen und Ausstellungen informieren...’, schreibt Harry Kramer, Initiator der Künstler-Nekropole, selbst auch Künstler und Professor an der Kasseler Kunsthochschule 1995. Schon Anfang der achtziger Jahre hatte er sich mit dem Gedanken an ‚ein Pantheon im Regen’ beschäftigt. Ausgewählten documenta-Künstlern bzw. Künstlern von documenta-Rang sollte die einmalige Möglichkeit gegeben werden, sich in einem eigenen Grabmonument zu verewigen. Oskar Blase überlegt weiter: ‚Die Arbeit am eigenen Grabwerk scheint mir die einzige Möglichkeit, unabhängig von Auflagen und Aufträgen auf einem Terrain, das nicht von Kulturbürokraten, sondern von Kollegen bestimmt ist, eine Gegenwelt zu realisieren.’“
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